Redaktion EURODECORBirgit Jünger | Chefredakteurin | juenger@meininger.de
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Ausgabe 11/2018

Textile Beläge, das ist bekannt, haben schon bessere Zeiten als die heutigen erlebt. Stark ist der textile Bodenbelag aber nach wie vor im Office-Segment – das zeigte sich auch auf der Orgatec Ende Oktober in Köln deutlich. Wichtige textile Anbieter wie Desso, Interface, Fabromont, Modulyss oder Object Carpet stellten dort aus und zeigten ihre Antworten auf die Anforderungen im Büro. Im Fokus stand dabei die Teppichfliese, die derzeit nicht zuletzt durch die starke Nachfrage bei modularen Bodenbelägen, getrieben durch LVT, profitiert. 

Inzwischen sprechen die Anbieter nach Jahren der Stagnation von einem wahren Trend zur Teppichfliese – eine Einschätzung, die sich auch in den zur Orgatec präsentierten Kollektionen widerspiegelte (siehe auch ab Seite 34 der Printausgabe). Und dieser Trend passt auch zu den von Trendforschern prognostizierten Office-Welten der Zukunft. Demzufolge ist das Wohlbefinden ein Top-Thema für die Gestaltung moderner Bürowelten. Da Arbeit und Freizeit immer mehr ineinander übergehen, wollen sich Menschen in der Arbeitsumgebung wohlfühlen. Lounges, Ruhezonen und andere Office-Bereiche für das Wohlbefinden gewinnen daher zunehmend an Bedeutung. „Coworking Spaces oder andere offene Bürostrukturen benötigen die richtige Balance zwischen zu viel und zu wenig Akustik. Damit informelle Gespräche ebenso möglich sind wie konzentriertes Arbeiten, gehören Akustiklösungen mittlerweile zum Must-have im Open ­Office“, hieß es auf der Orgatec. Gerade beim Thema Akustik spielen textile Beläge funktionelle Vorteile aus und sind weiterhin, folgt man den Aussagen der Hersteller, die dominierende Bodenbelagsgattung für die Gestaltung von Büros – ob klassisch als Bahnenware oder als Fliese. Im Mix mit elastischen Belägen bieten sie daneben die nahezu perfekte Lösung, wie man Ruhezonen und Kommunikationsbereiche sinnvoll miteinander kombiniert. Die neu gezeigten Kollektionen in Köln machten auf ­jeden Fall schon mal Lust auf die großen anstehenden Messen im Januar.

Nicole Stolpmann

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