Redaktion EURODECOR
Birgit Jünger | Chefredakteurin | juenger@meininger.de
Alexander Radziwill | Redakteur | radziwill@meininger.de
Nicole Stolpmann | Redakteurin | stolpmann@meininger.de

Ausgabe 03/2017

Die großen Messen zum Jahresbeginn liegen hinter uns. Über Domotex, Heimtextil und Bau 2017 berichten wir in der Print-Ausgabe der eurodecor noch einmal ausführlich ab Seite 42. Ebenfalls hinter uns liegen die imm cologne und die Ambiente, die wir wieder für Sie besucht haben (ab S. 58). Aber nicht nur die großen Messen sind relevant für die Branche – das zeigen zum Beispiel zwei Mal im Jahr die Wohntage von Südbund, über die wir gleich nach Messeschluss in Heft 2 berichtet haben. Und der nächste Termin in Backnang steht längst fest: 27. und 28. September. Auch die Decor-Union (ab Seite 14) hat gemeinsam mit MZE/2HK und Wotex ein etabliertes Messeformat im Programm. Hinzu kommen die Großhandels-Messen wie zum Beispiel die von Weigel (S.16) oder Brüder Schlau (in unserer nächsten Ausgabe). Ebenfalls in Heft 4 werden wir aus Düsseldorf von der EuroShop berichten. Anfang September stehen dann die deco nova in Leipzig/Halle sowie die raumtex-Messen an, die diesmal in Hamburg und Rheinberg stattfinden. Und diese Messe-Liste ist noch nicht einmal komplett...

Es ist müßig darüber zu debattieren, welche Messe besser ist, wo mehr geboten wird, wer die interessantesten Aussteller hat. Jeder Termin hat seine Vor- und Nachteile. Für den einen ist der Anfahrtsweg ein Kriterium, für den anderen das Spektrum der Aussteller. Große Messen mögen mehr „Show“ bieten – auf der Bau zum Beispiel wird kaum ein Besucher viel Zeit gefunden haben, auf den vollen Gängen und in den gut gefüllten Hallen inne zu halten. Die kleineren Messen dagegen lassen eine ganz andere Art von Gespräch auf den Ständen zu. Und hier trifft man auch viel eher mal Kollegen auf dem Gang, mit denen man sich schon lange mal wieder unterhalten wollte. Ein Rahmenprogramm gibt es in der Regel auch, zudem Verpflegung und manchmal sogar Kinderbetreuung. Freuen wir uns einfach, dass die Auswahl so groß ist und unsere Branche nach wie vor so viele interessante Termine bietet. Wir sehen uns, da oder dort und spätestens im Herbst wieder

Alexander Radziwill

Ausgabe 02/2017

Alles kommt wieder, Schlaghosen und Fischgrät zum Beispiel. Auf den Messen im Januar gab es allerdings (noch) deutlich mehr Fischgrät als Schlaghosen zu sehen, und zwar in so gut wie jeder Bodenbelags-Variante. Ein weiterer alter Bekannter ist Hygge. Es handelt sich dabei weder um einen neuen Bayern München-Stürmer noch um den Gewinner des diesjährigen Dschungelcamps, sondern um das neue Modewort der Interior-Szene. Der Trend kommt ausnahmsweise nicht aus den USA, wo man derzeit ja eher mit alternativen Fakten beschäftigt ist. Hygge stammt vielmehr aus dem dänisch-norwegischen Sprachraum und meint so viel wie gemütlich, geborgen, nett, heimelig. An irgendwas erinnert uns das doch? War da nicht mal etwas mit diesem Begriff namens Cocooning? Gab es da nicht mal diese Trendforscherin namens Faith Popcorn? Ging es da nicht um den Rückzug ins sichere und schöne Zuhause angesichts einer zunehmend unübersichtlicheren und als gefährlich betrachteten Welt? Jahre, wenn nicht Jahrzehnte wurde der Begriff von Trend-Insidern und solchen, die sich dafür hielten, heruntergebetet. Sie alle können ihr altbewährtes Wissen nun reaktivieren und ein neues Etikett draufkleben: Hygge.

Alles kommt wieder, aber die Zyklen scheinen immer kürzer zu werden. Schlaghosen – das ist wirklich lange her. Die Pastellfarben, die nun überall zu sehen sind, waren in den fünfziger und später noch einmal in den achtziger Jahren populär. Die Totenköpfe aber, die auf der Heimtextil im Januar zu sehen waren, ähneln denen frappierend, die vor gerade einmal vier, vielleicht fünf Jahren in jeder beliebigen Fußgängerzone als Gürtelschnalle oder Haarspange zu sehen waren. Uns soll es recht sein, so lange es die Branche im Gespräch hält, die Kunden zum Handel führt und die Menschen hygge und glücklich macht. Über Neues, Schönes und Gutes von den Messen im Januar berichten wir in dieser und der kommenden Ausgabe darum ausführlich

Alexander Radziwill

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