Jetzt geht es darum, nach vorn zu blicken

Ausgabe: 
06/2020

Es gibt derzeit wohl keinen einzigen Aspekt des Lebens, der nicht in irgendeiner Form von der weltweiten Pandemie bestimmt wird. Covid-19 ist weiterhin auch in der Branche ein zentrales Thema, wie die hier vorliegende Ausgabe an zahlreichen Stellen aufzeigt. Klaus Kurringer, hauptamtlicher Vorstand der Südbund eG (s. S. 20/21 der Printausgabe), zum Beispiel berichtet im Gespräch mit der eurodecor davon, wie schwierig es ist, die langfristigen Folgen von Corona für die Branche abzuschätzen: „Es ist und bleibt eine Ausnahmesituation mit offenem Ende, auch für die wirtschaftlichen Auswirkungen auf die Branche. Mit Sicherheit wird es eine veränderte Fachhandelslandschaft geben. Bei Lieferanten kann es in den nächsten Monaten noch zu Insolvenzen kommen und bei den Raumausstattern zur Schließung des Betriebes. Hier aber eher aus Altersgründen beziehungsweise aufgrund sinkender Investitionsbereitschaft.“

Umso wichtiger ist es, in diesen Zeiten nach vorn zu blicken und für den Tag zu planen, an dem Covid-19 und die Folgen überwunden sein werden. Angesichts der Krise müssen wir uns heute mehr denn je fragen: Wie werden wir in Zukunft kommunizieren und konsumieren, wie können wir handeln, arbeiten und unser Leben organisieren? Die Antwort lautet: zunehmend mit Hilfe digitaler Lösungen. Schon heute setzt zum Beispiel Thomsit (s. S. 22-23) stark auf digitale Lösungen, die fortlaufend erweitert werden. Dabei gilt: „Der traditionelle stationäre Handel wird weiterhin eine starke Bedeutung haben, denn das persönliche Gespräch kann auch die zunehmende Digitalisierung nicht komplett ersetzen“, wie Holger Sommer, Director Business Management Floor Laying Europe Thomsit, in unserer Geschichte erklärt. Parador hat in diesem Monat einen neuen Online Brand Store an den Start gebracht (s. S. 16-17). Die e-Commerce-Plattform bezieht aktiv die regionalen Handelspartner ein und beteiligt sie am Online-Verkauf. Digital klappt auch (und vor allem viel besser), wenn alle mitziehen und eingebunden sind. Vor, während und ganz besonders nach Corona.

Alexander Radziwill