Redaktion EURODECORBirgit Jünger | Chefredakteurin | juenger@meininger.de
Alexander Radziwill | Redakteur | radziwill@meininger.de
Nicole Stolpmann | Redakteurin | stolpmann@meininger.de

 
 
Ausgabe 09/2018

Zu den Themen, die in Deutschland derzeit diskutiert werden, gehört zum einen die Integration von Menschen ausländischer Herkunft in den hiesigen Arbeitsmarkt, zum anderen die Veränderungen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber, für Handel, Industrie und verarbeitendes Gewerbe, die mit der Digitalisierung einhergehen. Beide Themen finden Sie aus der Perspektive unserer Branche in dieser Ausgabe wieder (s. S. 11 und S. 14-15 der Printausgabe). Es wird mit Sicherheit nicht das letzte Mal gewesen sein, dass wir diese Themen aufgreifen – zu vieles ist hier noch zu tun. 

Jüngsten Zahlen zufolge hatten im Mai rund 307.000 Menschen aus den zentralen Asylländern einen Job. Das sind 103.000 mehr als im Vorjahresmonat. „238.000 der Geflüchteten mit Job – und damit der Großteil – sind demnach sozialversicherungspflichtig beschäftigt“, hieß es dazu Ende August auf der Seite der „heute“-Sendung auf www.zdf.de. Der Ansatz von CD-Color, ein Kommunikationskonzept zu erarbeiten, das speziell auf eine vielsprachige Verarbeitergruppe zugeschnitten wurde, ist sehr zu begrüßen. Es ist ein Anfang – wobei die entsprechende Website und die Flyer bislang in Deutsch, Türkisch, Polnisch und Russisch abgefasst sind. Die acht Haupt-Asylländer sind Syrien, Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan und Somalia.

Mit großen Erwartungen an Effizienz und Transparenz, aber auch mit Ängsten und Sorgen ist hierzulande die Diskussion um die Digitalisierung befrachtet. Klar ist: Die Digitalisierung kommt sowieso – genau genommen ist sie längst da, nur noch nicht überall. Wegducken und Stillhalten bis zur Rente ist keine Option, das Thema selbst gestalten schon. Welchen Ansatz der Gesamtverband der deutschen Textil- und Modeindustrie in Berlin und das Mittelstand 4.0 – Kompetenzzentrum Textil vernetzt wählen, darüber berichten wir in der vorliegenden Ausgabe. Bei beiden Themen gilt: Wir sollten sie sachlich und mit kühlem Kopf angehen, ohne Geschrei, ohne Panik.

Alexander Radziwill

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