Redaktion EURODECOR Nicole Stolpmann | Redakteurin | stolpmann@meininger.de
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Ausgabe 10/2022

Die Zeiten sind ungewöhnlich, und so sind es auch die Ideen der Industrie. Zum Beispiel tretford Teppich. Das Unternehmen stellt gewerblichen Kunden eine Alternative zum Teppichkauf zur Verfügung: Über die tretford-Premium Fachhändler können tretford Interlife Teppichfliesen oder -dielen nun auch gemietet werden. Der Mietzeitraum beträgt vier bis fünf Jahre, die Installation erfolgt durch den Mieter oder durch einen tretford Premium Fachhändler. Wartung und Instandsetzung übernimmt die Weseler Teppich GmbH & Co. KG. „Nach Ablauf des Mietzeitraumes wird die Ware an den Vermieter zurückgegeben, im Nachgang umweltfreundlich und enzymbasiert gereinigt und steht zur Zweitnutzung erneut zur Verfügung“, heißt es dazu aus Wesel. So werde der finanzielle Handlungsspielraum von Unternehmen erweitert und die unternehmerische Freiheit bleibe erhalten. Die Höhe der Mietrate ändert sich während der gesamten Laufzeit übrigens nicht. Eingespart werden zudem Rohstoffe, Energie und Abfall. Das soll zu einer weiteren Reduktion der CO² Emission führen, erklärt der Hersteller.

Eine weitere ungewöhnliche Idee mit nachhaltigem Charakter kommt aus Coesfeld: Der Bodenbelagshersteller Parador hat sein Produktportfolio um dreißig nachhaltige Premium-Wandfarben ergänzt. Der Handel bleibe auch in Zukunft für Parador weiterhin die wichtigste Schnittstelle zum Kunden, betont Geschäftsführer Stefan Kükenhöhner. „Sinnvolle Produkterweiterungen, die ein Großteil der Handelspartner selbst nicht verkauft, können gleichwohl als Win-Win-Modell für Parador und den Handel genutzt werden, um die Marke weiter zu stärken und den Endkunden eine breitere Auswahl und einen verbesserten Nutzen zu bieten. Dies unterstützt auch den Handel mit neuen Cross-Selling-Ansätzen“, sagt der Parador-Geschäftsführer. Mit einiger Wahrscheinlichkeit werden diesen Beispielen für ungewöhnliche Ideen aus der Branche weitere folgen. Handel ist nun mal Wandel, und – okay, gleich nochmal fünf Euro ins Phrasenschwein – wer nicht mit der Zeit geht, geht bekanntlich mit der Zeit.  

Alexander Radziwill

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