Redaktion EURODECOR Nicole Stolpmann | Redakteurin | stolpmann@meininger.de
Alexander Radziwill | Redakteur | radziwill@meininger.de
Birgit Jünger | Chefredakteurin | juenger@meininger.de
 

 
 
Ausgabe 05/2022

Diese Ausgabe wird von Themen dominiert, die uns alle wohl noch länger beschäftigen werden. Zum einen geht es in vielen Beiträgen um Preissprünge in der Rohstoffbeschaffung, um Lieferprobleme und um steigende Energiekosten, zum anderen um die Auswirkungen des Angriffskrieges Russlands gegen die Ukraine auf die Branche, etwa bei Tapeten (s. S. 16-17 der Printausgabe sowie in der mobilen Variante). Außerdem findet sich das Stichwort Nachhaltigkeit immer wieder, denn auch die Unternehmen unserer Branche haben die Zeichen der Zeit erkannt und bauen sich und ihre Produkte entsprechend um. Diese Ausgabe beschäftigt sich somit weniger mit Eichendekoren oder Blumendessins als mit der gegenwärtigen Situation der Branche aus wirtschaftlicher Sicht.

Nach dem mutmaßlichen Ab- oder vielleicht sogar Ausklingen der Pandemie hatten wir uns wohl alle auf entspanntere Zeiten gefreut – danach sieht es derzeit nur bedingt aus. Einerseits haben viele Raumausstatter und Malerbetriebe gerade gut zu tun. Die Leistungen von Handel und Handwerk werden nachgefragt, wobei der Fachkräfte- und Nachwuchsmangel weiter aktuell ist. Innovationen bleiben auch in diesen Zeiten nicht aus – unser Beitrag zu den "Mega Pearls" aus Hamburg (s. S. 18-19) ist ein Beispiel dafür. Anderseits kann sich auch unsere Branche von weltweit akuten Herausforderungen nicht abkoppeln. Und viele Endverbraucher sind verunsichert, zögern Investitionen ins Zuhause gerade hinaus. Wenn die Inflationsrate in Richtung acht Prozent marschiert, wenn Volltanken ein kleines Vermögen kostet, wenn im Supermarkt seit Wochen Mehl nur noch sporadisch zu finden ist, wenn der Vermieter vorsorglich die Nebenkosten erhöht und der Mietwagen im Urlaub plötzlich das Doppelte kosten soll, sorgt das bei Verbrauchern für Unsicherheit. Folgt daraus eine langfristige Kaufzurückhaltung? Oder vielmehr der vermehrte Rückzug in die eigenen vier Wände? Und die damit entsprechende Wertschätzung für deren wohnliche Ausgestaltung? Wir gehen als Optimisten von Letzterem aus – und werden in jedem Fall für Sie darüber berichten.

Alexander Radziwill

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