A.S. Création: 13 Prozent Umsatzrückgang

Auch im Juli stark rückläufige Umsatzentwicklung
Dienstag, 2 August, 2022 - 08:15

Der Tapetenhersteller A.S. Création, Gummersbach, meldet einen deutlichen Umsatzrückgang und operative Verlusten nach dem zweiten Quartal 2022. Im Prognose- und Risikobericht des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2021 sowie in der Zwischenmitteilung zum 31. März 2022 hatte der Vorstand darauf hingewiesen, dass sich die Folgen des Ukrainekriegs und der noch gestörten Lieferketten in Folge der Corona-Pandemie negativ auf die Umsatz- und Ertragslage von A.S. Création auswirkten und zu signifikanten Abweichungen von der ursprünglichen Planung für das Geschäftsjahr 2022 führen könnten. Aufgrund der großen Bandbreite, wie sich die Rahmenbedingungen im Verlauf des Jahres darstellen könnten, hatte der Vorstand auf die Veröffentlichung konkreter, quantitativer Zielgrößen für den Umsatz und das Ergebnis für das Geschäftsjahr 2022 verzichtet.

Nach den jetzt vorliegenden Zahlen für das 2. Quartal 2022 verzeichnete A.S. Création einen deutlichen Umsatzrückgang um 12,9 Prozent von 35,8 Millionen Euro im 2. Quartal 2021 auf nunmehr 31,2 Millionen Euro. Die Rohertragsmarge liegt im zweiten Quartal 2022 mit 43,2 Prozent sowohl unter dem Vorjahresniveau (2. Quartal 2021: 48,5 Prozent) als auch unter dem Niveau des 1. Quartals 2022 (47,1 Prozent). „A.S. Création ist es bisher nicht gelungen, die gestiegenen Rohstoff- und Energiepreise durch die umgesetzten eigenen Preiserhöhungen zu kompensieren“, erklärt der Hersteller. Der Umsatzeinbruch in Kombination mit der gesunkenen Rohertragsmarge führt dazu, dass A.S. Création im 2. Quartal 2022 einen operativen Verlust in Höhe von -1,5 Millionen Euro verzeichnet, nach einem operativen Gewinn von 1,4 Millionen Euro im 2. Quartal 2021. 

„Die enttäuschende Geschäftsentwicklung im 2. Quartal 2022 ist dafür verantwortlich, dass A.S. Création für das 1. Halbjahr 2022 einen Umsatzrückgang um 6,9 Prozent von 76,2 Millionen Euro im Vorjahr auf 71,0 Millionen Euro und einen operativen Verlust von -1,0 Millionen Euro ausweist, nachdem im 1. Halbjahr 2021 noch ein operativer Gewinn von 5,4 Millionen Euro erzielt wurde“, heißt es aus Gummersbach. Nach der Erörterung und Analyse der Zahlen für das 1. Halbjahr 2022 habe der Vorstand die Einschätzung getroffen, dass die Umsatzrückgänge bis zum Jahresende voraussichtlich nicht mehr aufgeholt werden können. Diese Einschätzung wird durch die im Einzelmonat Juli weiterhin stark rückläufige Umsatzentwicklung gestützt. Die zuletzt umgesetzte Erhöhung der eigenen Verkaufspreise werde im Verlauf des dritten Quartals 2022 zwar ihre volle Wirkung entfalten. Ob diese Preiserhöhung ausreichend ist und A.S. Création im Gesamtjahr 2022 einen operativen Gewinn erziele, werde von der Umsatzentwicklung und der Entwicklung der Rohstoff- und Energiepreise im zweiten Halbjahr 2022 abhängen. Aus Sicht des Vorstands ist es nicht mehr auszuschließen, dass A.S. Création das Gesamtgeschäftsjahr 2022 mit einem operativen Verlust abschließen wird. Details hierzu werden im Zwischenbericht zum 30. Juni 2022 gegeben, dessen Veröffentlichung für den 11. August 2022 vorgesehen ist. (rad)

 

 

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