A.S. Création: Geschäftsjahr endet mit operativem Verlust

Noch keine Trendwende bei Umsatz und Ergebnis abzusehen
Donnerstag, 10 November, 2022 - 11:00

Die A.S. Création Tapeten AG, Europas führender Tapetenhersteller, hat in einer aktuellen Zwischenmitteilung von anhaltendem Umsatzrückgang im laufenden Geschäftsjahr berichtet. Demnach verzeichnete das Unternehmen in den ersten neun Monaten 2022 einen Rückgang der Konzernumsätze um 8,0 Millionen Euro (7,3 Prozent) von 110,5 Millionen Euro im Vorjahr auf 102,5 Millionen Euro im Berichtszeitraum. Auch in dem normalerweise saisonal starken Monat September blieb der Konzernumsatz erneut deutlich hinter dem Vorjahreswert zurück, sodass das dritte Quartal 2022 einen Umsatzrückgang von 8,2 Prozent ausweist. „Wesentliche Gründe hierfür sind die aus dem Ukraine-Krieg resultierende Inflationsentwicklung und die Sorge der privaten Haushalte um stark steigende Gas- und Stromkosten, wodurch die allgemeine Konsumneigung belastet wird“, teilt der Hersteller mit. Davon sei im laufenden Geschäftsjahr auch die Nachfrage nach Tapeten betroffen.

Neben den gesunkenen Umsätzen belasteten die erheblichen Preissteigerungen auf den Beschaffungsmärkten die Ertragslage von A.S. Création im laufenden Geschäftsjahr. Die gestiegenen Preise für Rohstoffe und Energien aber auch für sonstige betriebliche Aufwendungen wie Frachtraten seien auch im dritten Quartal nicht durch eigene Preissteigerungen und Kosteneinsparungen zu kompensieren gewesen. Das führt im dritten Quartal zu einem operativen Verlust in Höhe von -1,7 Millionen Euro nach einem operativen Gewinn von 0,1 Millionen Euro im 3. Quartal 2021. Für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2022 weist A.S. Création somit einen operativen Verlust von -2,7 Millionen Euro aus, nachdem im entsprechenden Vorjahreszeitraum noch ein operativer Gewinn von 5,5 Millionen Euro erzielt wurde. Bis zum Ende des Jahres 2022 erwartet der Vorstand keine grundsätzliche Veränderung der Nachfragesituation und der operativen Ertragslage und geht davon aus, dass A.S. Création auch im vierten Quartal 2022 in der Verlustzone liegen wird. Um A.S. Création zukünftig wieder in die Gewinnzone zu bringen, wurde ein umfangreiches Restrukturierungsprogramm gestartet, in dessen Rahmen unter anderem die Produktionskapazitäten reduziert und die Effizienz der Produktion erhöht wird. Aktuell geht der Vorstand davon aus, dass A.S. Création für das Geschäftsjahr 2022 einen operativen Verlust inklusive der Sonderfaktoren zwischen -6,5 und -9,0 Millionen Euro ausweisen wird. Neben den Organisationsstrukturen wird auch die Produkt- und Preispolitik von A.S. Création an die veränderten Rahmenbedingungen angepasst und stärker auf Schaffung von Mehrwerten ausgerichtet. „Der Vorstand ist überzeugt, dass A.S. Création mit dieser Ausrichtung mittelfristig wieder ein ertragsstarkes Unternehmen wird. Denn trotz aller kurzfristigen Unsicherheiten und Risiken sieht der Vorstand A.S. Création mit seinen Produkten und seiner Marktposition solide aufgestellt“, heißt es dazu aus Gummersbach. (rad)

 

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