Kartellverfahren: Teils erhebliche Geldbußen

OLG Düsseldorf spricht Urteil gegen Vertreter der Tapetenindustrie
Donnerstag, 12 Oktober, 2017 - 11:45

Das OLG Düsseldorf hat heute sein Urteil im Bußgeldverfahren gegen Vertreter der Tapetenindustrie gesprochen. „Nachdem im Vorfeld drei von ursprünglich fünf Tatvorwürfen fallen gelassen wurden, stellte das heutige Urteil für die Branche eine negative Überraschung dar“, meldet der Verband der Deutschen Tapetenindustrie heute in einer Pressemitteilung. So seien wie vom Kartellamt gefordert teils erhebliche Bußgelder gegen zwei Unternehmen (A.S. Creation, Gummersbach, und marburg, Kirchhain) sowie persönlich betroffene Unternehmensvertreter und den Verband der Deutschen Tapetenindustrie e.V. (VDT) verhängt worden.

Ullrich Eitel, Vorsitzender des VDT, kommentiert: „Wir sind von diesem Urteil sehr enttäuscht, denn wir sind nach wie vor der Auffassung, dass an den Vorwürfen nichts dran ist und dass unsere Branche sich rechtlich immer einwandfrei verhalten hat. Wir werden die schriftliche Begründung abwarten und diese genau prüfen.“ Nach siebenjähriger Verfahrensdauer mit erheblichen finanziellen und persönlichen Belastungen will sich die Branche nun wieder mit voller Kraft auf die Verbraucher konzentrieren, die von den Vorteilen moderner Tapeten überzeugt werden sollen. (bj)