Starkes Minus für textile Bodenbeläge im Jahr 2020

Statistik des Verbands der Deutschen Heimtextilien-Industrie
Donnerstag, 18 Februar, 2021 - 10:45
Wie der Verband der Deutschen Heimtextilien-Industrie in Wuppertal auf Nachfrage der eurodecor mitteilt, werden derzeit die Statistiken des vergangenen Jahres für sämtliche Produktgruppen abgeschlossen. In einem Ausblick auf die Daten erklärt der Verband, dass das Jahr 2020 pandemiebedingt von starken Schwankungen geprägt gewesen sei. „Nach einem gutem Jahresauftakt führte der erste Lockdown zu erheblichen Umsatzeinbußen, phasenweise bis hin zu minus neunzig Prozent. Während des Lockdowns wurden Keller sowie Schränke entrümpelt und danach die Gärten hergerichtet. Die durch den ausgefallenen Urlaub ersparten Beträge flossen dann zu großen Teilen in die Wohnungs- und Garteneinrichtung“, heißt es in einer Mitteilung. Dabei habe ein klarer Vorzieheffekt festgestellt werden können. „Denn selbst wenn zum Beispiel  Matratze und Bettwaren erst in dem kommenden Jahr auf dem Plan standen, wurde die Gelegenheit zum Austausch genutzt. Diese Entwicklung hat sich stark in den Bereichen Bettwaren, Matratzen und innenliegender Sicht- und Sonnenschutz niedergeschlagen. Das Gros der Unternehmen konnte die Einbußen mit einem sehr starken dritten Quartal nahezu wettmachen.“ Dieser Umstand sei allerdings durch zunehmende Materialengpässe eingetrübt worden. Gerade im vierten Quartal hätten im Matratzenbereich viele Aufträge nicht in der gewohnten Frist abgewickelt werden können. Schaum und Federkerne waren dabei gleichzeitig die Preistreiber aufgrund der Verknappung.
 
Nicht profitieren konnten von den Nachholeffekten die objektlastigen Produkte, allen voran der textile Bodenbelag. „Auch der Objektsonnenschutz wurde sowohl von den ausgesetzten Bauprojekten betroffen als auch der Materialverknappung. Im Gegensatz zum innenliegenden Sonnenschutz im Objektbereich, der zum Jahresende dann auch positiv abschließen konnte, rechnen wir bei den textilen Bodenbelägen mit einem Minus von über zwanzig Prozent, wobei es auch Unternehmen gibt, die sich besser behaupten konnten“, erklären dazu Martin Auerbach (Hauptgeschäftsführer) und Christine Chniel (Referat Statistik / Wirtschaft) vom Verband der Deutschen Heimtextilien-Industrie. (rad)

 

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