Verbände: Plissee und Wabenplissee machen Umsatz

Zahlen zu Heimtextilien und Sonnenschutz 2020 veröffentlicht
Mittwoch, 21 April, 2021 - 07:30

Die im Kompetenz-Zentrum Textil + Sonnenschutz organisierten Unternehmen (Heimtex-Verband, ViS, Matratzenverband) waren 2020 starken Schwankungen unterworfen. „Nach einem gutem Jahresauftakt führte der erste Lockdown zu erheblichen Umsatzeinbußen“, heißt es dazu aus Wuppertal. Während beim innenliegenden Sicht- und Sonnenschutz das Umsatzminus im zweiten Quartal mit rund sieben Prozent moderat ausfiel, gab der Umsatz bei Heimtextilien um rund acht Prozent und bei Teppichboden um mehr als dreißig Prozent nach. „Die Produktionen wurden teilweise erheblich zurückgefahren und in nahezu jedem Betrieb Kurzarbeit in unterschiedlichem Umfang angemeldet, teils bis zu neunzig Prozent“ heißt es in der Mitteilung weiter. Die durch den ausgefallenen Urlaub ersparten Beträge flossen nach der Wiederöffnung der Geschäfte oftmals in die Wohnungs- und Garteneinrichtung. Das Gros der Unternehmen im Kompetenz-Zentrum Textil + Sonnenschutz habe von Nachholeffekten der Konsumenten profitieren und die Einbußen aus dem ersten Lockdown mit einem sehr starken dritten Quartal nahezu wettmachen können.

Beim innenliegenden Sicht- und Sonnenschutz waren Plissee/Wabenplissee 2020 die umsatzstärksten Produktgruppen, die sich zudem im Vergleich zu 2019 positiv entwickelten: Der Umsatz von Wabenplissee liegt knapp unter 15 Prozent, der von Plissee bei rund sechs Prozent. Rollos und Jalousien zählen bei Absatz und Umsatz zu den Verlierern. Über alle Produktgruppen konnte der Umsatz in 2020 im Vergleich zum Vorjahr um rund drei Prozent gesteigert werden. Bei den Heimtextilien zählen Bettwaren/Steppdecken im Inlandsgeschäft mit einem leichten Umsatzplus von rund drei Prozent zu den Gewinnern, Teppichboden stand Ende 2020 wieder auf dem letzten Platz. Hier liegt das Minus im Vergleich zum Vorjahr bei rund 25 Prozent. Das Exportgeschäft der Heimtextilien ist insgesamt um rund ein Viertel im Vergleich zum Vorjahr eingebrochen. „Bei Dekostoffen ist ein neuer Trend erkennbar, denn sie haben erstmalig die Möbelstoffe anteilmäßig überholt, während dies in den Vorjahren immer umgekehrt der Fall war. Dekostoffe konnten ihr Minus im Vergleich zu 2019 (minus zehn Prozent) um mehr als drei Prozentpunkte auf minus sechs Prozent verringern“, so das Kompetenz-Zentrum Textil + Sonnenschutz.

 

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