Büscher

Ausgabe: 
02/2016
"Der Fachhändler schafft den Mehrwert"
Seit 1929 dabei und aktiver denn je: Heinrich Büscher Sonnenschutzsysteme

Geschafft: Vor wenigen Wochen ist Büscher Sonnenschutz von Bielefeld vollständig nach Göttingen gezogen. Das 1929 gegründete Unternehmen hat auch für 2016 viele neue Ideen rund um den Sonnenschutz im Köcher.

Rund 4.000 Quadratmeter stehen in der Zentrale jetzt zur Verfügung. Im benachbarten Außenlager sind es noch einmal 1.500; außerdem besteht die Option zu vergrößern. Der neue Büscher-Sitz war früher eine Niederlassung des Sonnenschutz-Unternehmens, dann kam ein Trakt hinzu, so dass das Objekt groß genug wurde, um dort Büscher komplett anzusiedeln, inklusive Produktion, Lagerhaltung, Verwaltung. Der Umzug wurde bereits vor Jahren geplant; bereits ab 2007 wurden Teile der Produktion in die neue Zentrale verlagert. 

Büscher vertreibt heute alle Artikel im Segment innen- und außenliegender Sicht- und Sonnenschutz; individuell auf Maß gefertigt. 2016 wird Plissee mit neuen Dessins, trendigen Farben und modernen Gewebestrukturen neu kollektioniert. „In Kombination mit neuen technischen Varianten im cosiflor System wächst die Vorfreude auf die Markteinführung“, sagt Imke Röwer, Geschäftsleitung/Geschäftsführerin der Heinrich Büscher GmbH Sonnenschutzsysteme in Göttingen. Bereits im Herbst 2015 hat es eine Ergänzung im Produktbereich Double sowie Neuerungen in der Rollotechnik für den Fachhandel gegeben. 2016 geht es vor allem um Plissee; das Jahr steht außerdem im Zeichen des klassischen Doppelrollos und von Triflor. Dabei handelt es sich um eine Stoffjalousie, die ­weiche Stofflamellen zwischen zwei Gewebebahnen aufweist und so eine flexible Licht­regulierung ermöglicht. „Außerdem werden wir anfangen, ein komplett neues Produkt zu produzieren“, kündigt die Geschäftsführerin an, ohne Details zu verraten. 

Büscher wurde 1929 mit Stammsitz in Bielefeld als Rollofabrik gegründet und belieferte bereits damals als einer der Pioniere der Rollohersteller in Deutschland mit diesem Produkt den Fachhandel. In den sechziger Jahren begann die Expansion des Unternehmens. „Was wir nicht selbst produzieren, beschaffen wir fremd. Es gibt im Bereich Sonnenschutz kein Produkt, das wir bei Büscher nicht anbieten“, erklärt Imke Röwer, die seit 1995 im Unternehmen ist. Zum Jahresende 2012 wurde die damalige Prokuristin Nachfolgerin von Erhard Klaus Müller, dem langjährigen geschäftsführenden Gesellschafter, und zur alleinigen Geschäftsführerin bestellt. Erstmals hat Büscher Sonnenschutz 2016 auf der Casa in Salzburg ausgestellt, außerdem ist man auf der neuen Messe deconova Mitte Februar in Magdeburg sowie auf den raumtex-Messen im September in Hamburg, Ulm und Rheinberg dabei. Neben dem geringeren Aufwand und den niedrigeren Kosten, die im Vergleich zu den ganz großen Messen zu stemmen seien, kämen zu den regionalen Messen auch ganz andere Kunden, sagt Vertriebsleiter Thomas Gronwald: „Wir entdecken auf solchen Messen eine völlig andere Besucherstruktur als zum Beispiel auf der Heimtextil. Die Quantität der Besuche am Stand mag bei Regionalmessen überschaubar sein, aber die Qualität der Kontakte ist hoch, und daraus entstehen sehr oft Geschäftsbeziehungen.“

"Weg von der Ware, hin zur Persönlichkeit des Unternehmens."

Schon immer habe sich Büscher vom Standard absetzen wollen, berichtet Imke Röwer. Heute seien die Systeme bei allen Anbietern im gehobenen Segment technisch ausgereift, so dass sich daraus kein Wettbewerbsvorteil ziehen ließe. Imke Röwer: „Umso mehr ist Lieferperformance wichtig, umso mehr geht es um Zuverlässigkeit, Freundlichkeit zum Kunden, Außendarstellung, das Besondere in der Kollektion, den Internetauftritt. Es geht heute weg von der Ware, hin zur Persönlichkeit des Unternehmens, dadurch unterscheiden wir uns voneinander.“ 

Büscher gilt als großer Unterstützer der Duette-Kampagne. „Es handelt sich um eine langfristig angelegte Kampagne, das war für mich auschlaggebend. Man weiß: Die geben nicht auf halber Strecke auf“, so die Geschäftsführerin. Hunter Douglas mache Werbung für den Fachhandel; dieser könne davon profitieren. Moderne Fachhändler hätten das erkannt. Der Fachhandel müsse seine Vorteile gegenüber dem Kauf im Internet stärker herausstellen, findet Imke Röwer: „Er kann beraten, er kommt nach Hause, man kann die Ware anfassen, das ist Service pur. Der Fachmann hat Kompetenz, die er nach außen tragen kann, er schafft einen Mehrwert. Die, die das verstanden haben, vernetzen sich, tun sich für ein Objekt mit anderen Gewerken zusammen.“ 
Büscher Sonnenschutz unterstützt den Fachhandel, indem es das komplette Sortiment digitalisiert und dem Kunden zur Verfügung gestellt hat. „Wer sein Sortiment digital anbietet, hat einen Vorteil. Zum Beispiel gegenüber demjenigen Raumausstatter, der noch nicht einmal eine vernünftige Website hat“, so Imke Röwer.

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Der Fachhandel müsse seine Vorteile gegenüber dem Kauf im Internet stärker herausstellen, findet Geschäftsführerein Imke Röwer, hier mit einem Portrait des Firmengründers Heinrich Büscher.

 

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