Meffert AG Farbwerke

Ausgabe: 
06/2016
„Der Bedarf ist da, die Nachfrage groß“
Das familiengeführte Unternehmen steht für zahlreiche Marken und Produkte

 

In Bad Kreuznach steht die Zentrale der international tätigen Meffert AG. Vor fast siebzig Jahren begann dort die Geschichte des Unternehmens, das heute zu den führenden Bautenfarbenherstellern in Europa gehört. Zum umfangreichen Produktions- und Vertriebsspektrum gehören Fassadenfarben, Innenbeschichtungen, Lacke und Lasuren ebenso wie Putze, Renovier- und Bautenschutzprodukte – mehr als 30.000 Artikel insgesamt sowohl für professionellen Anwender als auch den ambitionierten Heimwerker. Mit zahlreichen Niederlassungen und Vertriebsgesellschaften liefert die Meffert AG heute in rund sechzig Länder. Produziert wird mit etwa 1.500 Mitarbeitern an vier Auslandsstandorten in der Ukraine, Russland, in Litauen und Ungarn sowie an den sechs deutschen Produktionsstandorten Ostrau, Erfurt, Königswinter, Mainz-Mombach und – gleich zwei Mal – am Stammsitz in Bad Kreuznach. 

Dort hat die Geschichte der Meffert AG 1947 mit der Eröffnung eines Farbengeschäftes in der Innenstadt ihren Anfang genommen; die eigene Farbenproduktion begann im Jahr 1955. Firmengründer Otto Meffert sen. hatte einen Füllstoff für Risse und Löcher entwickelt und mit Erfolg auf den Markt gebracht. In den siebziger Jahren wurde damit begonnen, die immer beliebter werdenden Baumärkte zunächst mit Farben, Lacken, Tapeten und Pinseln zu beliefern. 1985 übernahmen Klaus und Dieter Meffert die Leitung der Otto Meffert & Sohn GmbH, die 1997 zur Meffert AG Farbwerke wurde. In den neunziger Jahren stand die internationale Ausrichtung im Vordergrund. Heute gehört die  Unternehmensgruppe, die nach wie vor in Familienbesitz ist, zu den maßgeblichen Herstellern im Bereich Bautenfarben und -lacke in Europa. 

Klaus Meffert, der Vorstandsvorsitzende der AG, hat vor kurzem seinen 65. Geburtstag gefeiert. Der gelernte Bankkaufmann und Betriebswirt ist seit 1974 im Unternehmen. Zusammen mit seinem damals bereits 72-jährigen Großvater baute er bis zu dessen Tod 1985 die kleine Firma zu einem Unternehmen aus. Dazu gehörte die stetige Expansion ebenso wie die Internationalisierung sowie strategische Zukäufe weiterer Produktionsfirmen. Am Stammsitz in Bad Kreuznach befinden sich auf rund 80.000 Quadratmetern bebauter Fläche neben der Produktion und dem Lager mit 27.500 Palettenstellplätzen die Verwaltung und die Distribution zu Groß- und Fachhändlern, Discountern und dem Baustoffhandel. 

"Bei den Dispersionsfarben bieten wir 250 Weißqualitäten an."

Volker Mehler, der durch die Produktion führt, ist seit mehr als zwanzig Jahren im Unternehmen. Der Verantwortliche für Instandhaltung, Arbeitssicherheit und Qualitätsmanagement hat schon rund 750 Führungen durch das Werk geleitet. „Wir produzieren hier Dispersionsfarben und Lacke. Bei den Dis­persionsfarben bieten wir 250 verschiedene Weißqualitäten an“, sagt Mehler – was wichtig für das private label-Geschäft ist. Die Handelsmarken, also eigens für Händler hergestellte und mit einem eigenen Markennamen versehene Produkte, sind ein wichtiges Standbein. Der Vollsortimenter bietet aber auch eine ganze Reihe von eigenen Marken an, für den Profi wie auch für den Endverbraucher. 

Im Markenportfolio der Meffert AG gilt düfa als klassische Facheinzelhandelsmarke. Auf der Farbe, Ausbau & Fassade in München war das neue Holzschutzsortiment dieser Marke eines der Themen am Stand: zwölf Produkte für alle Bereiche von schützen über lasieren bis zu deckend streichen und pflegen. Hinzu kommt eine verkaufsfördernde Produktdarstellung mit hinterleuchteten Displays. Ein Verkaufsregal zur Aufwertung des Ladenkonzeptes wurde auch für düfa Premium Color gezeigt: Die fertig abgetönten Innenfarben sind nach aktuellen Trendstudien entwickelt worden und bieten den Rahmen für individuelle Wohnkonzepte. Zur Wahl stehen 14 leichte Farbtöne von Premium Color, die für Landhausstil ebenso wie Shabby Chick, alpinen oder skandinavischen Wohnstil geeignet sind. Irisierende Perlmutt-Finishes ermöglichen Glanzeffekte und strahlende Räume. Das Aussuchen der Farbe beim Fachhändler soll mit diesem Konzept zum Einkaufserlebnis werden. Das dazugehörige Regal kann modular als Insellösung oder als Wandlösung am PoS eingesetzt werden. 

Ebenfalls noch jung ist das Thema Bastelfarben: Hier wird dem Fachhandel ein Sortiment an Acryllackfarben in besonders hoher Qualität in 125 Milliliter-Döschen angeboten. Der Lack ist wasserverdünnbar, geruchsarm, witterungsbeständig, innen wie außen einsetzbar und auch für die Lackierung von Kinderspielzeug geeignet. Der düfa Bastellack kommt in 54 fertig ausgemischten Farbtönen in den Handel. „Bei den düfa Bastellacken handelt es sich um einen neuen Ansatz, der Kleinstmengen Lack in besonders hochwertiger Qualität bietet. Der Bedarf ist da, die Nachfrage ist groß, deshalb wird sich das Produkt am Markt durchsetzen“, ist Lisa Wüst, Marketing, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei der Meffert AG Farbwerke, überzeugt.

Marketing-Assistentin Melanie Gänßmantel ergänzt, dass mit den Bastellacken eine Nische bedient werde: „Der Handel kann die Produkte auf relativ kleinem Raum präsentieren und sein Sortiment somit aufwerten. Das Konzept kommt sehr gut an, wie auch das ebenso auf der Messe Farbe gezeigte neue Holzsortiment mit seinen Produkten.“ Für Verkaufsleiter Stefan Jung hat die Marke düfa mit dem Bastellack „voll ins Schwarze getroffen“. Die Kombination aus Standard- und Metallictönen in einer besonderen Gebindegröße, die das Produkt zum Mitnahmeartikel mache, komme ebenso an wie die platzsparende Präsentation. Seine Erwartungen hätten sich erfüllt, und das gelte auch für die Farbe, Ausbau & Fassade, erklärt Stefan Jung: „Wir zeigen dort unsere ganze Welt – mit all unseren Marken.“

Alexander Radziwill

Präsenz in sechzig Ländern: Die Lackgebinde im Bild etwa werden für den russischen Markt befüllt. 

 

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