Parador

Ausgabe: 
12/2015/01/2016
"Das Produkt ist bei uns der Held"
Neues Ausstellungsformat der Parador Handelstage soll etabliert werden

Parador richtet sich strategisch neu aus. Mehr Nähe zum Kunden und die Weiterentwicklung über die Produkttechnik stehen dabei im Vordergrund. Im Rahmen der Parador Handelstage 2015 haben die Coesfelder ihre Unternehmens­ziele und Kollektionen für 2016 präsentiert.

Seit seiner Gründung 1977 hat sich Parador zu einem führenden Hersteller von hochwertigen Systemen für Boden- und Wandgestaltung entwickelt. Die Ursprünge des Unternehmens liegen im Möbelzuliefererbereich; das Bodensegment wurde infolge des Laminat-Booms erst 1994 eingeführt. Heute umfasst das Produktprogramm Laminatböden, Parkett, Paneele, elastische Bodenbeläge sowie Click-Tex, einen textilen Boden als Klickaus­führung, der aktuell nach Angaben des Unternehmens aber nicht mehr in Deutschland vermarktet wird. Gefertigt wird am deutschen Stammsitz in Coesfeld und im österreichischen Güssing. Parador gehört zur Hüls-Unternehmensgruppe, wie auch die Marken-Möbelunternehmen Hülsta und Rolf Benz. Mit der erfolgreichen Auditierung durch das Eco-Management and Audit Scheme (EMAS) hat der Hersteller zudem die Zertifizierung für ein nachhaltiges Umweltmanagementsystem erhalten.

Anlässlich der Parador Handelstage 2015 im November präsentierte das Unternehmen nicht nur die Kollektionsneuheiten für 2016, sondern stellte auch strategische Veränderungen vor, die ein klar definiertes Ziel haben: „Das Produkt ist der Held. Wir als Unternehmen wollen und werden ganz nah dran an Handel und Verbraucher sein. Dabei soll insbesondere der Verkäufer auf der Fläche mehr in den Mittelpunkt der verschiedenen Maßnahmen rücken“, erläuterte Geschäftsführer Lubert Winnecken. „Wir waren immer eine Marke und designorientiert. Diese Punkte werden auch zukünftig so bleiben. Aber Parador will dabei konkreter und abgestimmter auf das Leistungsspektrum unserer Kunden werden“, führt Winnecken aus. Die Marke sei immer betont worden, das Produkt dagegen zu wenig. Stattdessen sol­len Produkttechnik und Produkttechnologie in den Fokus gerückt werden. „Design ist toll, aber das können andere Unternehmen auch“, so Winnecken. Designführend zu sein, sei nicht mehr der leitende Anspruch, sondern Produkte zu entwickeln, die bei der Technik vorne stehen und die der Verbraucher haben möchte. Erst dann würden Investitionen getätigt, um diese herstellen zu können. Dabei wird keine Massenproduktion angestrebt, sondern „die Flexibilisierung von Fertigungsstrukturen. Für uns wird das Produkt in der gesamten Strategie von Parador in den nächsten Jahren im Zentrum stehen“, betont er. 
Dabei soll die Gesamtleistung des Unternehmens künftig die Marke Parador bilden. Dazu wurden unter anderem die Leistungspakete beim Service um die Produktsegmente Boden/Wand/Decke ausgebaut, beispielsweise in den Bereichen E-Commerce und Endverbraucherlogistik, Schulung und Online-Verfügbarkeitsprüfung. 

Erste Ergebnisse des Strategiewechsels ­seien schon messbar, so Lubert Winnecken: „Wir haben zurzeit die höchste Wachstumsrate, die Parador im deutschen Markt seit 2007 hatte.“ Demnach wächst Parador zurzeit zweistellig, insbesondere getragen durch die positive Entwicklung in Deutschland. In 2015 wird der Umsatz nach eigenen Angaben bei über 140 Mil­lionen Euro liegen. „Wir haben nicht das Ziel, die Größten zu werden, sondern wir werden über technische Schritte und Flexibilität nach vorne gehen“, ergänzt Winnecken.

"Ganz nah dran sein an Handel und Verbraucher."

Vom etablierten Format der Hausmesse Paravision hat sich Parador verabschiedet. Mit einem neuen Ausstellungskonzept wurden die Handelspart­ner Ende November erstmals zu den Handelstagen 2015 im Trendcenter in Coesfeld be­grüßt. „Wir wollten ein Format mit entspannter Atmosphäre und Zeit für Gespräche, um in den Dialog mit unseren Kunden treten zu können“, so Winnecken. Im Zuge der Umstellung wurde die Anzahl der geladenen Gäste deutlich reduziert. Mehr als 600 Kunden aus dem In- und Ausland informierten sich bei den ersten Parador Handelstagen über Produktentwicklungen und ein erweitertes Ser­viceangebot. Zur Paravision kamen in der Regel mehrere tausend Besucher. 

Im Fokus der Handelstage standen die Produktneuheiten für 2016/2017, ebenso gaben verschiedene Produkt-Prototypen einen Vorgeschmack darauf, welches Entwicklungs­potenzial Parador-Bodenbeläge noch bieten. „Zukunft, Design und Innovation werden wir künftig im Rahmen internationaler Handelstage mit unseren Handelspartnern exklusiv teilen“, so Winnecken weiter. Die Parador Handelstage konzentrierten sich auf Produktseite mit einem aktualisierten Sortiment in den Bereichen Laminat, Vinyl, Parkett sowie Wand- und Decke auf das Jahr 2016. Nach dem erfolgreichen Angebot von Vollvinyl und Vinyl mit HDF-Trägerplatten wird zum Beispiel das Sortiment im Vinyl-Bereich 2016 deutlich erweitert.

Außergewöhnliche Optiken und angesagte Holzinterpretationen prägen daneben das Laminat-Sortiment. Auch die Zusammenarbeit mit international erfolgreichen Designern findet ihre Fortsetzung. In der Kollektion „Fields Design Edition by Alfredo Häberli“ werden vier neue Laminatböden präsentiert, aus denen sich vielfä­l­tige Möglichkeiten der individuellen Boden­gestaltung ergeben. Schließlich überzeugte auf den Handelstagen auch das Parkett-Sor­timent durch seine große Vielfalt an Stilen, Farb­stellungen, Verlegemustern und Formaten. Insgesamt werden hier 24 neue Artikel präsentiert.

Nicole Stolpmann

Die Geschäftsleitung freut sich über die gelungene Premiere der Parador Handelstage (v.l.): Dirk Nowak, Lubert Winnecken und Hendrik Voß.

 

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