Parador

Ausgabe: 
10/2019
Nur ein Foto - und fertig ist die Visualisierung
Mit Services und neuer Kollektion baut der Hersteller sein Angebot weiter aus
Die Parador GmbH hat sich seit der Gründung des Unternehmens vor 42 Jahren zu einer der führenden Marken für hochwertige Produkte auf dem Gebiet der Boden- und Wandgestaltung entwickelt. Heute finden sich neben Parkett und Laminatbodenbelägen auch elastische Böden sowie Wand- und Deckenpaneele im Sortiment. Produziert wird am deutschen Stammsitz in Coesfeld und am Standort Güssing in Österreich. Seit jeher ist das Unternehmen stolz auf seine Innovationskraft, und das setzt sich auch 2019/2020 fort.
Parador steht wie wenige Unternehmen der Branche für einen besonders hohen Designanspruch. Über die Jahre kamen so zahlreiche internationale Preise wie der red dot design award, der Interior Innovation Award und der German Design Award zusammen. Der Coesfelder Premium-Hersteller setzt seit langem auf die Kooperation mit namhaften Designern. Neben Hadi Teherani schufen zum Beispiel auch Alfredo Häberli, Matteo Thun, Karim Rashid und Zaha Hadid Böden für Parador. Eine Neuheit des Unternehmens, die im November auf den Markt kommt, hat ebenfalls mit Design zu tun: eine Laminat- und Modular One-Dielen-Kollektion im Großfliesen-Format. Der Launch umfasst 19 Böden mit zwölf Dekoren. Bei Modular One, erklärt Jutta Wiebe, zuständig für PR und Kommunikation bei der Parador GmbH, handelt es sich um einen elastischen Bodenbelag. Er ist PVC-, weichmacherfrei sowie „made in Germany“ und erfülle höchste Ansprüche an die Wohngesundheit. Jutta Wiebe: „Aufgrund der besonderen Haptik ist fast kein Unterschied zu Holz spürbar.“
 
Die Kollektion wird als leise und fußwarm, robust und pflegeleicht sowie geeignet für Fußbodenheizungen positioniert und bietet laut Parador Vorteile gegenüber traditionellen Stein- oder Keramikfliesen. Optisch dominieren dabei Beton-Looks, Interpretationen von Granit, Rohstahl und Antikholz im Shabby-Chic. Einige Böden zeigen hauchzart eingearbeitete Ornamente, die an antike Teppiche erinnern und klarstellen, dass Beton-Optik nicht nach Tiefgarage aussehen muss. Die großformatigen Fliesen mit umlaufend gefasten Längs- und Kopfkanten ergeben ein Verlegebild, das an echten Fliesenboden angelehnt ist. Die Klickverlegung macht den Raum rasch bezugsfertig. Die Laminat-Großfliesen sind dank Aqua-Proof-Trägerplatte auch für den Einsatz in Feuchträumen geeignet. Auch die Modular One-Beläge der Fliesenkollektion besitzen Feuchtraumeignung. 
 

"Wir suchen uns Inspirationen, Strukturen, Oberflächen."

Seit dem 15. Oktober steht auf der Seite www.parador.de zudem ein neuer Service zur Boden-Visualisierung zur Verfügung. Das Besondere: Der Endverbraucher, der sehen möchte, wie Bodenbeläge in seiner Wohnung aussehen, muss dafür weder eine App herunterladen noch Fotos bearbeiten lassen. Der neue Raumdesigner macht dank Augmented Reality eine fotorealistische Visualisierung von Böden im eigenen Raum möglich – der Wunschboden lässt sich einfacher denn je digital in den heimischen vier Wänden erleben. Alles, was der Nutzer dafür tun muss, ist mit dem Smartphone ein Bild seines Raumes zu machen oder ein bereits vorhandenes Foto hochzuladen. Der Wunschboden wird sofort automatisch maßstabsgetreu im Raum angezeigt. Vorhandene Möbel und die aktuellen Lichtverhältnisse werden dabei realistisch dargestellt. „Der neue Raumdesigner ist einfach in der Handhabung, zeitgemäß und richtet sich an die individuellen Ansprüche jedes Nutzers“, sagt Birgit Kunth, Leiterin Marketing und Kommunikation bei Parador. Die mobile Nutzung über ein Smartphone mache den Service jederzeit und überall anwendbar – ohne App. Und: Der neue Raumdesigner funktioniert natürlich auch als Desktop-Version.
 
Wie profitieren Parador Handelspartner davon? „Mit dem neuen Raumdesigner ermöglichen wir unseren Handelspartnern, ihre Kunden noch besser und umfangreicher im Auswahl- und Entscheidungsprozess zu führen, denn er macht den Boden unmittelbar erlebbar“, erläutert Birgit Kunth. Auswertungen zeigten, dass Unternehmen, die die Technologie des Raumdesigners zur Verkaufsunterstützung nutzten, ihre Verkaufsquoten signifikant steigern konnten, heißt es von Parador dazu. Da der Raumdesigner über die Parador Website frei zugänglich ist, fallen für die Handelspartner zudem keine Kosten und auch technischen Aufwände an. „Nach unserem digitalen PoS sowie dem Online Händlerservice HOB geben wir unseren Handelspartnern mit dem neuen Raumdesigner ein weiteres digitales Werkzeug zur Kundenberatung an die Hand“, sagt Birgit Kunth. Zu den Internationalen Handelstagen, die voraussichtlich im November nächsten Jahres wieder am Stammsitz in Coesfeld stattfinden, soll eine Kollektion präsentiert werden, die Parkett, Laminat und elastische Beläge umfasst. Erstmals wird dabei der Produktentwicklungsprozess umgedreht: Nicht die Entwickler geben Produkte vor, auf denen dann die Kommunikation aufgebaut wird, sondern umgekehrt. „Wir suchen uns Inspirationen, Strukturen, Oberflächen, von denen wir glauben, dass sie relevant für den Markt sind. Das bringen wir den Produktentwicklern und Designern und daraus wird letzten Endes eine Kollektion mit authentischen Produkten entstehen“, kündigt Birgit Kunth an – und man darf gespannt auf das Ergebnis sein.

Alexander Radziwill

Birgit Kunth (links) und Jutta Wiebe in der Zentrale von Parador in Coesfeld.

 

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