Unipro

Ausgabe: 
02/2015
Vielseitige Lösungen aus der "grünen" Fabrik
Mit Kunstharzböden der Marke Arturo hat sich Unipro einen Namen gemacht

Unipro B.V, die niederländische Tochter der Uzin Utz AG, gilt als Spezialist für Kunstharzböden für verschiedene Einsatzzwecke. Hergestellt werden die Bodenbeschichtungen mit regenerativer Energie. eurodecor war vor Ort in der hochmodernen Produktionsstätte.

Sie finden sich in Parkhäusern, in Produk­tionsgebäuden oder auch im privaten Wohnbereich. Sie präsentieren sich gern mal in schlichtem Grau, aber auch designorientiert in starken Farben. Und sie sind extrem strapazierfähig. Die Rede ist von Kunstharzböden, die vielfältige Bodenbelagslösungen möglich machen. Eine der führenden Firmen in diesem Segment ist Unipro B.V. mit der Marke Arturo, seit 2004 niederländische Tochtergesellschaft der deutschen Uzin Utz AG. Vor fünfzig Jahren begann die im niederländischen Haaksbergen unweit von Münster ansässige Unipro B.V. mit der Produktion von Klebstoffen und entwickelte sich zu einem Hersteller mit breiter Palette. 2014 lag der Jahresumsatz bei rund vierzig Millionen Euro. „Unipro ist bei Kunstharzböden und Klebstoffen Marktführer in Holland. Insgesamt beschäftigen wir über 120 Mitarbeiter. Bevor wir eine Tochter der Uzin Utz-Gruppe wurden, waren wir bereits über viele Jahre deren Lizenzpartner“, sagt Gerben Bouwmeester, der zusammen mit Frank ter Beke die Geschäfte von Unipro führt. 
Die Uzin Utz AG setzt sich seit langem für umweltbewusstes und nachhaltiges Bauen ein, auch im neuen Firmengebäude der Tochtergesellschaft Unipro. Nach dem Motto „Alles unter einem Dach“ sind dort Verwaltung und Produktion vereint. Die „grüne Fabrik“, die mit regenerativer Energie betrieben wird, ist Mitte 2014 offiziell von der niederländischen Königin Máxima und dem Vorstandsvorsitzenden der Uzin Utz AG, Dr. H. Werner Utz, eröffnet wurden. Das nach GPR zertifizierte Industriegebäude zeichnet sich durch eine besonders ressourcenschonende Bauweise aus. Bei der Bodengestaltung kam – wie sollte es anders sein – Arturo zum Einsatz: Im Neubau findet sich unter anderem in allen Produktions- und Lagerbereichen Kunstharzboden in einem hellem Grauton. Die Floorstylisten des eigenen Designstudios entwerfen aber auch Böden nach Kundenwunsch und für jede Raumstimmung. Im eigenen Haus holten sie mit einem Entwurf für das Vorstandsekretariat das Gartenkonzept ins Gebäudeinnere. Für das Büro von Gerben Bouwmeester entwarf die Designerin Agnes Evers einen Boden, der seine Persönlichkeit zum Ausdruck bringen sollte. Sie integrierte ein Fotoprint in die Verlaufsbeschichtung, die anschließend versiegelt wurde. In den Büroräumen bietet die trittschalldämmende Verlaufsbeschichtung Arturo PU2030 einen hohen Gehkomfort. Ihre Verlaufseigenschaften machen sie für Bodendesigns besonders geeignet. 
Jeder Boden trägt dabei seine individuelle Handschrift und ist ein Unikat. Dr. Robert Mattmer, Verkaufsleiter Deutschland, erklärt: „Mit Arturo bewegen wir uns in einem Prozess des Bodenlegens, der sich über mehrere Schichten erstreckt: Grundierung, Nutzschicht plus Versiegelung. Noch gibt es wenig repräsentative Flächen oder Privathäuser, die mit diesem Produkt gestaltet sind.“ 
Die Hauptflächen würden zwar zu mehr als neunzig Prozent im industriellen Bereich, beispielsweise in Parkhäusern, realisiert, aber über das Design sei eine Differenzierung im Markt möglich

"Wir zeigen unsere ganzheitliche Betrachtungsweise."

„Das ist unsere Visitenkarte“, betont Mattmer. Julia Mackenbach, Marketingleiterin für den deutschen Markt, ergänzt: „Wir produzieren als Ergebnis nicht den Gebindeeimer, sondern den Boden, der nachher beim Kunden liegt. Und hier muss das Ergebnis einfach tiptop sein!“ 
Die lösemittelfreie Produktpalette reicht von Verlaufsbeschichtungen in verschiedenen Ausführungen über farbige oder farblose Versiegelungen bis zu Steinteppichen, Mörtelböden und Einstreubelägen. Das Angebot an individuellen Designs und Farben ist groß. Die Kunstharzböden eignen sich sowohl für Renovierungs- als auch Neubauprojekte und sind vielseitig einsetzbar. Beim Bau der neuen Fabrik hat Unipro seine Nachhaltigkeitsvision in einer modernen Produktionsweise umgesetzt. So werden beispielsweise die Klebstoffe und Kunstharzböden CO2-neutral hergestellt. „Wir haben sehr viel Cradle-to-Cradle-Material eingesetzt. In diesem Gebäude wurden über sechzig Prozent recycelte Produkte verarbeitet, so unter anderem beim verarbeiteten Aluminium“, berichtet Maurice Beijk, Nachhaltigkeitsexperte von Unipro. Das Kennzeichen für die neue Fabrik sei ein Mix aus verschiedenen Maßnahmen, die zusammen eine große Wirkung entfalteten. So werde bei der Nutzung des Gebäudes der Energiebedarf durch regenerative Energien wie Holzpellets, Erdwärme und die Stromgewinnung durch Wind und Sonne gedeckt. Es gibt keinen Gasanschluss, dafür Wärmespeicher in der Erde und im Reinwasserkeller, wo die Prozess- und Restwärme aus der Produktion gespeichert wird. Ein Regenwasserbecken wird als Brauchwasserreservoir genutzt. Der Moos- und Sedum-Teppich auf dem Dach dient zur Wärme-, Kälte- und Schallisolierung, filtert Feinstoffpartikel und bindet CO2. Intelligente Gebäudetechnik steuert Luft, Licht, Temperatur und Wasserverbrauch, und auch Logistik, Transport und Lagerung haben ihren Anteil – unter anderem Silos für die Vorratsspeicherung und raumsparende Verpackungen für Arturo-Produkte. Frank ter Beke: „In unserer grünen Fabrik produzieren wir nicht nur Klebstoffe und Kunstharzboden CO2-neutral, wir zeigen auch unsere ganzheitliche Betrachtungsweise, in der wir ökologische, ökonomische und soziale Anforderungen erfüllen. Wichtig ist uns, was in die Praxis umgesetzt wird.“

Nicole Stolpmann

Jeder Boden ein Unikat: Schicht für Schicht wird der Belag auf Grundlage von Epoxidharz aufgebaut. Die Floorstylisten des Unipro-eigenen Designstudios entwerfen Böden für jede Raumstimmung.

 

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