Trialog

09/2017

Eines unserer Schwerpunktthemen in dieser Ausgabe der eurodecor (s. ab Seite 22 der Printausgabe) beschäftigt sich mit Designböden und Multilayern (MMF). Eine genaue Abgrenzung zwischen diesen Bodenbelagsgattungen ist schwierig, und in der Anwendung sind die Grenzen zwischen den Begrifflichkeiten oft fließend. Wir haben uns daher an der offiziellen Definition des Verbands der mehrschichtig modularen Fußbodenbeläge e.V. (MMFA) für MMF-Beläge orientiert, wonach ein maßgebliches Kriterium die schwimmende Verlegung ist. In welchen Einsatzbereichen spielen MMF-Beläge ihre Stärken aus? Wir haben nachgefragt.

Claudia Kunath, Leiterin Entwicklung/Marketing Aspecta BV, Oud Gastel/NL

Der Vorteil dieser Bodenbeläge liegt in der Kombination ihrer Eigenschaften: technisch ausgereift, praktisch im Alltag, flexibel im Einsatzbereich und jeder kann sein Dessin finden. Bei unserer Multilayer-Kollektion Aspecta Ten sorgt die Isocore-Trägerschicht für eine hohe Formstabilität bei vergleichsweise geringem Ge­wicht. Unterstützt durch die „Drop & Lock Verriegelung“ lassen sich auch Planken von 1.800 Millimetern präzise und schnell verlegen. Der Anteil der Multilayer ist in den vergangenen Jahren rasant gestiegen, hat Laminat praktisch verdrängt. Sie werden auch in den nächsten Jahren Markt­anteile hinzugewinnen. Sie sind nicht nur neu, langlebig, sauber zu verlegen und attraktiv, sondern decken einen Bedarf, der auch bei schlechterer konjunktureller Lage weiter vorhanden wäre. 

Matthias Windmöller, Verbandsvorsitzender MMFA (Windmöller Flooring Products, Augustdorf)

Die modularen Mehrschichtböden sind sehr belastbare, dünne Bodenbeläge für eine Vielzahl von Anwendungen. Es ist nicht übertrieben, wenn 
ich sage, dass MMF-Beläge das Optimum der Vorteile aus den vorhandenen Boden­gattungen in sich vereinen. Der Variantenreichtum im Produktaufbau wächst und eröffnet den MMF-Belägen vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Zahlreiche Hersteller arbeiten außerdem daran, ihre Multilayer-Böden unter ökologischen Aspekten zu optimieren. So werden die innovativen Böden für das Privat- und Objektgeschäft attraktiv wie Hotel- und Ladenbau oder Büro. Natürlich finden sich die modularen Multilayerprodukte mittlerweile auch im DIY-Segment, aber vor allem die Profis schätzen die Vorteile der modularen Bauweise gegenüber großformatiger Bahnenware. 

Klaus Trautner, Leiter Produktmanagement/Marketing, Hamberger Flooring, Stephanskirchen

Das kann man aufgrund der Vielfalt nicht pauschal sagen. Jeder MMF-Boden hat unter Berücksichtigung seines spezifischen Aufbaus und in Verbindung mit den verwendeten Ausgangsmaterialien sein spezielles Nutzungs- und Anwendungsprofil. Die Böden vereinen die Vorteile von Parkett und Laminatboden, sie sehen gut aus, sind strapazierfähig, fußwarm, pflegeleicht, unkompliziert, leise und dank der Klicksysteme auch leicht zu verlegen. Zudem ist es so, dass im MMFA-Verband auch Böden ohne PVC erfasst werden. Die ökologische Komponente in der Materialzusammenstellung spielt hier eine größere Rolle. Für den Verbraucher wird es immer schwieriger werden zu vergleichen. Es muss daher unsere Aufgabe sein, ihn umfassend zu informieren, damit er die richtige Entscheidung treffen kann.

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