„Endnutzer mit immer höheren Ansprüchen an Verarbeiter“

11/2015

Ohne sie geht es nicht – qualitativ hochwertige Verlegewerkstoffe bilden die Basis für eine fachgerechte Bodenverlegung. In dieser Ausgabe setzen wir einen Schwerpunkt auf Estriche, Grundierungen und Spachtelmassen (s. ab Seite 44 der Printausgabe). Wir haben einige Hersteller gefragt, worauf es bei der Verarbeitung aus ihrer Sicht ankommt. Welche Produkte geben Anwendern, die nicht nur auf Bodenbelagsarbeiten spezialisiert sind oder auf kleinen Flächen arbeiten, Sicherheit und Orientierung? Eine Antwort darauf könnte lauten: Intelligente Systeme und das richtige Werkzeug sind der Schlüssel für ein optimales Ergebnis am Boden.

Sven Dornhege, Leiter Marketing Schönox, Rosendahl

Die „richtige Verarbeitungstechnik“ kombiniert mit hochwertigen Verlaufsmassen auf Gips- oder Zementbasis ist gefordert. Die Rakeltechnik, die sich als Regel des Fachs unter insbesondere dünnschichtigen Bodenbelägen etabliert hat, ist das Verarbeitungsverfahren, die zu gleichmäßigen, ausreichend ebenen Flächen mit gleichmäßiger Saugfähigkeit führt. Der sogenannte Schweden-Rakel sorgt durch seine spezielle Zahnleiste für eine Mindestdicke der Verlaufsmassen von immer zwei bis drei Millimeter. Mittels Stachel-Entlüftungswalze wird die Verlaufsmasse nochmals im Verlauf auf der Fläche unterstützt und sorgt für perfekte Flächenebenheiten. Werden heute Flächen mit so genannten Kellenschlägen unter dünnen, optisch empfindlichen Bodenbelägen beanstandet, ist dies nicht mit der Einhaltung von Ebenheitstoleranzen gemäß DIN 18202 zu entschuldigen. 

Christian Kemptner, Abteilungsleiter Marketing Kommunikation PCI Europa, Augsburg

Wir sehen immer stärker die Notwendigkeit, den Verarbeitern intelligente Produktsysteme mit optimal aufeinander abgestimmten Produkten an die Hand zu geben, um bei der Ausführung ein Höchstmaß an Sicherheit zu geben. Lösungen einfach zu finden, statt Produkte mühsam zu suchen lautet dabei unser Motto. Im Hinblick auf kleine Objektgrößen ist es oft vorteilhaft, „Universal-Verlegewerkstoffe“ mit einem großen Anwendungsspektrum im Angebot zu haben sowie umweltfreundliche, staubarme und emissionsarme Produkte, am besten mit entsprechenden Gütesiegeln von unabhängigen Instituten. Mit diesen Produkten kann ein Großteil der Anwendungen, auch auf kleineren Flächen, abgedeckt werden und der Verarbeiter muss sich keine großen Gedanken machen, welche Produkte er für jede einzelne Baustelle disponieren und einplanen muss.

Martin Kupka, Leiter Anwendungstechnik Boden/Wand/Decke Ardex, Witten

Endnutzer haben immer höhere Ansprüche an Verarbeiter und Unterbodenkonstruktionen. Die einfache Verarbeitung sowie eine angenehm zu verteilende Konsistenz stehen im Vordergrund. Es ist wichtig, dass Bodenspachtelmassen einfach angerührt und direkt verarbeitet werden können. Dadurch ergibt sich für den Verarbeiter der Vorteil, einfache Anarbeitungen durchführen und sogar leichte Schwachstellen ausgleichen zu können. Dies erweist sich als schwierig, wenn angespachtelte Flächen bereits angezogen sind und nicht mehr ideal ineinander verlaufen. Bei starker Hitze oder alleiniger Verarbeitung des Produkts wird dieser Effekt verstärkt. Das Ineinanderlaufen der Spachtelmasse ist gerade bei anspruchsvollen Belägen notwendig, da sonst Beeinträchtigungen wie Kellenschläge oder Unebenheiten an dem fertigen Oberbelag sichtbar werden.

 

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