"Konsumige Holzdesigns sind weiter stark gefragt"

06/2018

Modular gleich individuell? Modular gleich funktional? Modular gleich wirtschaftlich? Mit welchen Argumenten punkten modulare Bodenbeläge im Markt? Und auf welches Interesse stößt das enorme Gestaltungspotenzial dieser Verlegekonzepte, durch die sich auch verschiedene Produktgattungen miteinander auf der Fläche kombinieren lassen, Stichwort Zonierung? Wir haben nachgefragt. Erfreulicherweise werden Kunden und Entscheider mutiger und nutzen den Boden zunehmend als ein eigenständiges Designelement im Raum. Weitere interessante Einschätzungen und neue Kollektionen stellen wir Ihnen ab Seite 20 der Printausgabe vor. 

Klaus Trautner, ML Hamberger Flooring, Stephanskirchen

Unsere wohngesunde Designbodenfamilie Disano punktet damit, dass sie zu hundert Prozent PVC- und weichmacherfrei ist. Argumente sind zudem ­Strapazierfähigkeit, Pflegeleichtigkeit,  einfaches Verlegen und Transportierbarkeit. Beim Thema Zonierung und der Verwendung unterschiedlicher Beläge für verschiedene Wohnbereiche würde ich nicht von einem Trend sprechen. Bodenarten wurden schon immer nach Einsatzzweck und Gebrauch ausgewählt. Allerdings ist die Verschiebung etablierter Einsatzbereiche augenfällig. Aus dem Objektgeschäft kommend hat der Designboden seinen Weg in den Privatbereich gefunden. Konsumige Holzdesigns in hellen und natürlichen Farben sind weiter stark gefragt. Es ist kein Widerspruch, wenn ich das technische Potenzial modularer Bodenbelagskonzepte nutze und diese mit gefälligen Gestaltungsdesigns ausstatte.

Anne Salditt, ML Zentraleuropa Interface, Krefeld

Modulare Bodenbeläge geben Architekten, Designern und Herstellern im Objektbereich eine grenzenlose gestalterische Flexibilität. Ein gutes Beispiel ist die Zonierung von Flächen im Großraum: Mitarbeitern stehen darüber Bereiche für ganz unterschiedliche Bedürfnisse zur Verfügung. Die Teppich­fliesen und LVT in der Produktpalette von Interface lassen sich miteinander kombinieren. Der Mut, den Boden als aktives Gestaltungselement im Innenraumkonzept zu integrieren, nimmt deutlich zu. Natürlich gibt es immer noch einen hohen Bedarf, homogene Flächenoptiken zu kreieren. Doch in vielen Büros und anderen gewerblich genutzten Innenräumen wird die Fliese kreativ eingesetzt, um Wege und Pfade zu kreieren, Highlights und Akzente zu setzen. Die Gestaltung ist längst nicht mehr nur grau, sondern farbenreich.

Dieter Overkamp, Gesamtvertriebsleiter objectflor, Köln

Modulare Bodenbeläge versprechen mehr Flexibilität und Individualität beim Bodendesign. Gleichzeitig erleichtern Beläge wie die Kollektion Expona Simplay die Planung von modular gestalteten Flächen, da die Verlegung der Fliesen und Planken kein Unterschied macht, ganz gleich ob es sich um Designbeläge, Teppich- oder Sauberlaufelemente handelt. Flächiges Design ist heute die ­Regel, modulares Design ist aus unserer Erfahrung noch eine Nische, aber eine interessante Nische. Mit dem Interesse an unserer Kollektion nach der Markteinführung der Teppich- und Sauberlaufplanken sind wir zufrieden. Lose liegende Designbeläge werden nie die Dryback-Vinylböden ersetzen. Aber es gibt eine Reihe von Einsatz­bereichen, in denen klebstofffreie Designbeläge und Teppichelemente die Anfor­-
derungen zu hundert Prozent erfüllen.

 

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