Modern, progressiv und mit einem Augenzwinkern

12/2015/01/2016

Die Kommunikationskampagne „#GibDirStoff“, entwickelt von der Initiative Textile Räume (ITR), ist im November offiziell vorgestellt worden (s. auch S. 14-15 der Printausgabe). Ziel ist es, Heimtextilien ein neues, frisches Image zu geben. Dabei wird bewusst mit der Doppeldeutigkeit des Wortes „Stoff“ gespielt. Beim Presse-Kick-Off im Amtsgericht Hamburg-Altona haben wir unter anderem mit Schauspielerin Katy Karrenbauer, bekannt aus der RTL-Serie „Hinter Gittern – der Frauenknast“, gesprochen. eurodecor hat nachgefragt, wie der Kampagnen-Name ankommt und was die Verantwortlichen persönlich mit Heimtextilien verbinden.

Joachim Stock, Vorstandsvorsitzender ITR, Düsseldorf

Auf jeden Fall hat Stoff immer etwas Haptisches, man kann es anfassen. Die unterschiedlichen Stoffe setzen Akzente und unterstreichen die Einrichtung. Auch Zuhause umgebe ich mich gerne mit Heimtextilien und Teppichen, ohne das wäre es sehr nüchtern und kühl. Aus meiner Sicht ist die Doppeldeutigkeit des Wortes durchaus gewünscht und sie hat einen rein provokativen Charakter. Wir wollen damit auf einen kleinen Industriezweig und seine Produkte aufmerksam machen und distanzieren uns natürlich von jedweder Form des Drogenkonsums. Die gesamte Werbe-Kampagne stellt den Bezug zu textilen Stoffen her. Als ich den Vorschlag der Agentur zum ersten Mal gehört habe, war ich sofort begeistert. Sie ist modern, progressiv und mit einem Augenzwinkern gemeint. Wir hoffen, damit in den Köpfen der Verbraucher zu bleiben.

Katy Karrenbauer, Schauspielerin, Sängerin und Autorin

Ich komme vom Theater und finde Stoffe wahnsinnig wichtig. Auf der Bühne müssen Dekorationen und Kostüme langlebig sein. Deshalb ist auch die Qualität der Materialien ganz wichtig. Privat sollten Stoffe nicht nur Staubfänger sein, sondern für Wohnlichkeit sorgen. Mit #GibDirStoff können wir hier ein schönes Zeichen setzen für textile Stoffe und darum habe ich die ITR unterstützt. Persönlich bin ich jemand, der Kissen in allen textilen Materialien liebt und auch selbst näht. Als Fan von schönen Einrichtungen und einem wohnlichen Zuhause finde ich es immer erstaunlich, welche Wirkung kleine Veränderungen wie neue Vorhänge haben. Mein erster Gedanke, der mir zu #GibDirStoff kam, galt textilen Stoffen und nicht Drogen, so dass ich den Namen und die damit verbundene Doppeldeutigkeit nicht als problematisch werte.

Dominik Rölli, Vorstandsmitglied ITR, Düsseldorf

Ich wohne modern und puristisch, so dass die Funktionalität von Heimtextilien ins Spiel kommt, indem sie die Akustik in Räumen verbessern. Mit Stoffen lässt sich für mich Wohlbefinden erzeugen und die Lebensqualität steigern. Gleichzeitig erfüllen sie im Zuge des verdichteten Bauens die Funktion des Sichtschutzes. Hier hat das Textile eine starke Berechtigung. Dieser funktionale Nutzen von Stoffen ist verloren gegangen, und wir wollen dieses Interesse wieder wecken. Mit der ITR wollen wir diese Vorteile auch an Entscheidungsträger wie Architekten herantragen. Auch ist die Wertigkeit von textilen Produkten nicht mehr wie früher, der Endkonsument investiert eher in Elektronik. Der Kampagnen-Name hat mich fasziniert. Mit einem begrenzten Budget muss man effektiv kommunizieren, um den Verbraucher zu erreichen.

 

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